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Die orthomolekulare
Therapie stellt im wesentlichen die Substitutionstherapie dar, in deren
Rahmen dem Körper "Biomoleküle" - Vitamine, Spurenelemente,
Mineralstoffe, essentielle Aminosäuren und mehrfach ungesättigte
Fettsäuren- in Dosierungen zugeführt werden, die eine optimale
Versorgung aller Körperfunktionen garantieren. Da Krebs und auch andere
chronische Erkrankungen häufig mit einem Nährstoffmangel bzw.
Ungleichgewicht einhergehen bzw. diese durch eine Strahlen- oder
Chemotherapie verursacht werden, kommen orthomolekulare Therapien, Krebs
und chronisch erkrankten Patienten besonders zugute.
Die orthomolekular
Medizin nutzt ausschliesslich Substanzen, die sowohl in der Nahrung als
auch in unserem Körper ganz natürlich vorkommen. Unser Körper kann sie
leider nicht selbst herstellen. Sie müssen als Mikronährstoff regelmässig
in ausreichender Menge zugeführt werden, damit wir gesund und
leistungsfähig bleiben.
Im angelsächsischen
Raum, bezeichnet man die orthomolekular Medizin als "Komplementäre
Medizin". Sie wird dort als wertvolle Ergänzung der traditionellen
Medizin, der Schulmedizin, gesehen.
Der Schwerpunkt der
orthomolekularen Therapie liegt nicht so sehr auf der Beseitigung der
Symptome, als vielmehr auf der Vermeidung und Behebung von
Krankheitsursachen. Die Basis der orthomolekularer Behandlung ist die
Zufuhr körpereigener, orthomolekularer Substanzen in der richtigen Menge
und Kombination. Chemotherapeutische Arzneimittel werden, soweit der
Einsatz therapeutisch notwendig ist, durchaus akzeptiert. Dabei wird
aber die Gewichtung von Wirkung und Nebenwirkung besonders sorgfältig
beobachtet. Optimaldosierung statt Mindestdosierung ist einer der
wichtigsten Grundsätze in der orthomolekularen Medizin. Das bedeutet:
Vitamine bis auf A,D und K in hoher Dosis anwenden. Mineralstoffe,
Spurenelemente, Antioxidantien und Vitaminoide ausreichend hoch
dosieren.
Chronische
Erkrankungen entwickeln sich über einen langen Zeitraum. Sie sind nicht
mit kurzzeitigen therapeutischen Massnahmen oder zeitlich begrenzten
Kuranwendungen in den Griff zu bekommen. Das Gleiche gilt für
Beschwerden und Erkrankungen, die von einem lange Zeit hindurch
unerkannten Vitalstoffmangel verursacht wurden. Eine optimale Wirkung
mit orthomolekularen Substanzen lässt sich nur bei regelmässiger
Langzeitanwendung und hoher Dosierung erzielen. |